Kostenloser Versand ab einem Einkaufswert von 150 € im online Shop!

Die Gesundheit steht mit dem Schlaf in einer engen Wechselwirkung zueinander. Lange Zeit wurde angenommen, dass psychische Probleme eine Ursache für Schlafstörungen sind. Dem ist aber nicht immer so, denn aus einer neuen Studie geht hervor, dass Schlafstörungen selbst zu einer psychischen Erkrankung führen können. Zudem kann eine Schlafstörung auch dafür sorgen, dass eventuell bereits existierende Erkrankungen verstärkt werden.

Diese Folgen hat eine Schlafstörung

Eine chronische Insomnie (Schlafstörung) erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder für ein Schlaganfall dramatisch. Insbesondere Menschen mit einem hohen Bluthochdruck sind gefährdet. Ein schlechter Schlaf führt auch dazu, dass das Immunsystem nicht korrekt funktioniert oder auch Diabetes und Übergewicht können daraus resultieren. Neben den körperlichen Folgen gibt es auch zahlreiche negativen Auswirkungen auf die Psyche.

Aktuelle Forschungen gehen davon aus, dass Menschen mit einer chronischen Schlafstörung etwa ein zwei- bis viermal-höheres Risiko haben depressiv zu werden. Eine chronische Schlafstörung wird damit festgestellt, dass eine Person etwa sechs Monate lang Probleme mit dem Schlaf hat.

Wie kann schlechter Schlaf zu einer psychischen Erkrankung führen?

Ein Grund ist vor allem die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Der Körper steht dabei unter Dauerstress und das wird zu einer körperlichen und psychischen Belastung. Einige Menschen haben sogar die genetische Veranlagung, dass die Auflösung einer Stresssituation nicht geschieht — dadurch entsteht entweder eine Angststörung oder eine Depression.

Hinzukommt, dass ein Betroffener zwar seine Schlafstörung erkennt, aber jedoch auch das Gefühl hat, dass er nichts dagegen unternehmen kann. Dieser Zustand führt zu einer depressiven Verstimmung und zum Gefühl der Hilflosigkeit.

Der Schlafmangel unterbricht auch die Kommunikation zwischen dem Frontallappen und der Amygdala. Der Frontallappen ist für die Regulierung von kognitiven Prozessen da — Planen, lernen, lösen von Problemen, erkennen, nachdenken, entscheiden und vergleichen.

Die Amygala ist dabei ein Teil des Gehirns, welcher zu einer Bewertung der emotionalen Reize führt. Sobald die Prozesse im Gehirn gestört sind, kann nicht mehr angemessen auf einen emotionalen Reiz reagiert werden — es kommt zu psychiatrischen Symptomen. Der Betroffene leidet damit unter einer Konzentrationsschwäche, ist stets ungeduldig, schnell überfordert und macht oft Fehler.

Das Problem: Oftmals wird die Ursache nicht identifiziert, dadurch werden dem Betroffenen Erkrankungen diagnostiziert, die er eigentlich gar nicht hat. Betroffene werden dabei wegen psychischen Erkrankungen behandelt, obwohl die Ursache ganz simpel ist: Der Schlaf.

Bei Kindern ist das noch dramatischer. Die Symptome ähnelt ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und damit werden die Kinder mit starken Medikamenten behandelt — die für sie definitiv nachteilig sein werden.

Wissenschafter haben herausgefunden, dass etwa ein Viertel der Kinder mit leichter ADHS unter Schlafapnoe leiden. Das ist eine Atemstörung während des Schlafes. Das trifft wiederum auf circa fünf Prozent aller Kinder mit starker ADHS zu und auf weitere fünf Prozent der gesunden Kinder.

Die Ursachen einer Schlafstörung

Wenn Sie mehrmals pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen länger als 30 Minuten zum Einschlafen benötigen, dann handelt es sich um eine Einschlafstörung. Die Gründe für eine Ein- oder Durchschlafstörung sind oftmals aus psychischer Natur heraus. Die folgenden Faktoren könnten dazu führen:

  • Probleme oder Konflikte
  • Stress oder Sorgen
  • Ängste
  • Nächtliche Atmungsstörungen
  • Medikamente und Genussmittel
  • Unbewältigte traumatische Erlebnisse

Mit jedem Gedanken steigt der Stress

Jeder kennt die Situation: Sie möchten endlich im Bett zur Ruhe kommen. Es war ein anstrengender Tag und sind froh darum, dass dieser Tag sich endlich dem Ende neigt. Sie legen sich hin und plötzlich startet das Gedankenkarussell. Über eine Situation denken Sie dabei besonders nach — vielleicht wollten Sie anders reagieren, eventuell aber haben Sie auch wieder die Arbeit im Kopf? Stunde um Stunde vergeht, Sie werden damit immer nervöser.

Diese Gründe entstehen aber nicht bei positiven Erlebnissen, sondern in der Regel immer nur in Verbindung mit negativer Gedanken: Allgemeine Unzufriedenheit, Probleme am Arbeitsplatz, finanzielle Notlage oder Streitigkeiten in der Familie oder unter Freunden. Sie finden vor dem Schlafen gehen selbstverständlich keine direkte Lösung — das führt wiederum zu mehr Stress. All das hält Sie aber vom Einschlafen ab.

Mehr soziale Kompetenz durch ausreichend Schlaf

Eine Studie der Universität von Kalifornien in Berkeley hat gezeigt, dass ausreichend Schlaf dabei hilft eine negative Verstimmung abzubauen. Hierbei wurden 36 Frauen und Männern darum gebeten, verschiedene Gesichtsausdrücke zu bewerten. Die andere Hälfte der Probanden hat sich aber einer Befragung unterzogen, bevor sie für 60 bis 90 Minuten geschlafen haben.

Das Resultat: Vor dem Schlaf haben die Teilnehmer viel eher auf negative Emotionen geachtet. Nach dem Schlaf jedoch waren sie deutlich fröhlicher. Guter Schlaf sorgt also dafür, dass wir Gesichtsausdrücke zutreffender zuordnen können.

Fazit

Der Schlaf ist essenziell für uns. Es lohnt sich, sämtliche Probleme anzugehen, damit Sie sich selbst von unnötigen Ballast trennen können. In einem Artikel haben wir Tipps aufgelistet, damit Sie Ihre Schlafqualität deutlich erhöhen können.